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24.07.2008
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Stadtvilla in zeitgemäßer Formensprache: ein Beispiel von MarcOlivier Mathez in der Hamburger HafenCity. Foto: Michael Wortmann, Hamburg
Ein beziehungsreiches Spiel von Volumen,
Einschnitten und Sichtbezügen zur Frankfurter Skyline und den Main hinab: die Stadtvillen von Steidle Architekten im Frankfurter Westhafen. Foto: Stefan Müller-Naumann, München
> Kunterbunt und ungewohnt
Thema der 24. Ausgabe
Hefttitel: Landflucht
Dass innerstädtisches Wohnen wieder an Boden gewinnt, ist kein Zufall. Der gewachsenen Vielfalt an Haushaltsformen und an Lebensstilen, dem gestiegenen Bedürfnis nach unterschiedlichem
Wohnen in verschiedenen Lebensabschnitten kann in der Stadt besser als auf dem Land entsprochen werden. Das führt zu einer neuen Vielfalt an Wohnformen, architektonischen Aufgaben und einer neuen Bereitschaft zum Experiment. Wir stellen exemplarische Projekte der letzten Zeit vor.

Die HafenCity in Hamburg ist eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Europas. Direkt hinter der Speicherstadt werden auf ehemaligem Hafenareal bis in etwa zwanzig Jahren 150 Hektar neuer Stadt entstehen, mit Wohnungen für 12.000 Menschen und 40.000 Arbeitsplätzen. Bezogen auf die aktuelle Einwohnerzahl der Innenstadt (14.000) bedeutet das einen Zuwachs von 90 Prozent. Im Bauabschnitt, der gerade begonnen wird, wird ein breit gefächertes Wohnangebot zu finden sein.

Architektonisch stechen von den bislang verwirklichten Bauten allerdings wenige hervor. Zu den Ausnahmen zählt das Gebäude am Sandtorkai 58. Ohne sich über Zitate der Speicherstadt anzubiedern, nimmt der unverputzte Ziegelbau von Marc Olivier Mathez die Hafen-Atmosphäre auf. Der Charme des Rauen und Unvollendeten, wie ihn alte Industriebauten ausstrahlen, wird in ein schlüssiges Gesamtkonzept transformiert. 20 Wohnungen über zwei Dienstleistungsgeschossen werden um einen zentralen, von oben belichteten Innenhof angeordnet. Von diesem Lichthof ist eine nach Süden orientierte Terrasse für alle Hausbewohner zugänglich. Grundrisstypologisch folgt dieses Projekt der Form der in den 1980er Jahren wieder entdeckten Stadtvilla. Sie hat den Vorteil, sich nach allen Himmelsrichtungen orientieren zu können, Wohnungen mit Blick ins Freie über Eck anzuordnen und daher für Fenster, Balkone oder Loggien eine größere Vielfalt an Ausblicken und Situationen zu bieten.

Ein weiteres Beispiel für den Bautypus Stadtvilla ist in Frankfurt zu finden. Das Büro Steidle Architekten, schon seit langem als erfahrene Entwerfer von Wohnbauten bekannt, zeigen, welche Potenziale dieser Typ bieten kann. Auf der Mole im neuen Quartier Westhafen gelegen...

... Lesen Sie weiter unter www.arcguide.de/xella.

Christian Holl

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