Freizeit hat vielfältige Facetten. Die einen gehen shoppen, andere verbringen das Wochenende in Erlebnisparks, wieder andere pilgern von Fußballspiel zu Fußballspiel. Ebenso vielfältig ist auch der Anspruch und die Qualität von Freizeitarchitektur. Neben Erlebnisparks, die bisher nicht als architektonische Highlights gelten, sind in den letzten Jahren aber auch innovative Projekte entstanden. In den Köpfen der Investoren von Freizeitprojekten hat sich ein Wandel vollzogen. Den Anfang machte vielleicht Peter Zumthors Therme in Vals. Vom hässlichen Entlein wandelte sich die Therme in eine Pilgerstätte; nicht nur für Architekten, auch „normale“ Menschen suchen und finden dort Ruhe und Erholung. Für die phantastische Experimentierlandschaft im phaeno in Wolfsburg hat Zaha Hadid auch eine Architektur geschaffen, die Ihresgleichen sucht. Nicht zu vergessen das neue Stadion in München, das ebenfalls von der breiten Masse akzeptiert wird und dem Fußball ein neues Image verpasst hat.
In dieser Ausgabe setzen wir uns mit unterschiedlichen Mitteln mit dem Thema Freizeitarchitektur auseinander. Unsere Fotografen haben sich auf Entdeckungsreise begeben. Die Bilder sind so unterschiedlich wie die Locations aber alle mit einem Augenzwinkern zu sehen (Seite 4). In dem Essay „Einmal Freizeit und zurück“ (Seite 11) beleuchten wir die Entwicklung und Bedeutung moderner Freizeitwelten, angefangen in Las Vegas bis hin zur Allianz-Arena. Freizeit heißt aber auch Zeit, in der man als moderner Nomade durch die Welt reist. Für diese Form der Freizeitgestaltung haben Studenten beim 2. Xella Studentenwettbewerb unter dem Motto „Ein Nomadenhotel für Frankfurt am Main“ innovative und manchmal auch ein wenig verrückte Konzepte entwickelt. Die Projekte der drei Preisträger stellen wir Ihnen ab Seite 21 vor. Abgerundet wird dieses Magazin von einer Übersicht an Projekten, vom Shopping-Center über ein Jugendhotel bis hin zum Zoo, in denen die Baustoffe Porenbeton und Kalksandstein zum Einsatz kamen. Diese Produkte sind zwar meist nicht sichtbar, die guten bauphysikalischen Eigenschaften sowie die leichte Verarbeitung bieten aber gute Gründe für den Einsatz.
Wie immer können Sie in diesem Heft auch online schmökern!